Jean Pigozzi: ME & Co + Pool Party

22. Juni bis 4. August 2018 // IMMAGIS Galerie, München

Nach einer VIP-betonten Einzelausstellung von Olaf Heine eröffnete die Münchner Galerie IMMAGIS am 21. Juni eine intime Ausstellung voller Prominenz mit Werken des französisch-italienischen Fotografen, Geschäftsmanns und Sammlers Jean Pigozzi.

Mit rund 40 klein- und mittelformatigen, zumeist schwarz-weißen Fotografien zeigt die Ausstellung nicht nur Pigozzis berühmt-berüchtigte Serie „Pool Party“, sondern auch sein neuestes Œuvre „ME & CO“; eine kulturelle Chronik, die der inoffizielle Erfinder des Selfies im Jahr 1974 begann und bis heute weiterführt.

Das Projekt „Selfie“ begann auf einer Harvard-Party im Jahr 1973, als Jean, Sohn von Henri Pigozzi, dem Gründer des Automobilherstellers SIMCA, sein erstes Doppelporträt mit Faye Dunaway aufnahm: Unbedarft und schnell näherte er sich der jungen Schauspielerin, riss den langen Arm hoch, fragte kurz nach der Genehmigung und schoss flux das Bild, mit dem seine lebenslange Passion beginnen sollte. Zu der damaligen Zeit waren Selfie-Aufnahmen noch verpönt und somit alles andere als populär; aber bald schien jeder, der Rang und Namen hatte, mit diesem jungen Fotografen zu posieren. Pigozzi studierte in Harvard, war großer Bewunderer von Robert Frank und vertrieb sich seine Freizeit am liebsten auf den Partys der New Yorker High Society. Dort entstanden seine Doppel-Selfies mit Schauspielern wie Steve Martin, John Belushi, Julie Christie, Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone sowie Musikern wie Art Garfunkel, Grace Jones, Rod Stewart und Bono. Über die Jahrzehnte kamen auch Kunstikonen wie Andy Warhol und Ed Ruscha, Blue-Chip-Galeristen wie Larry Gagosian oder Provokateure wie Ai WeiWei oder Maurizio Cattelan mit aufs Bild – gefolgt von weiblichen Stars wie Catherine Deneuve, Daphne Guinness, Lady Gaga, Sarah Jessica Parker, Elle MacPherson oder Cate Blanchett...

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