Katja Flint - Eins

13. Januar bis 4. Mai 2019 // Kunsthalle Rostock + Semjon Contemporary, Berlin

Nach dem erfolgreichen Auftakt der Debutausstellung „Eins“ in der Kunsthalle Rostock, welche einen wahren Besucherrekord verbuchte, werden die emotionsgeladenen Fotografien der Wahlberlinerin Katja Flint seit dem 30. März in der Berliner Galerie Semjon Contemporary präsentiert. Seit über 30 Jahren formt und verkörpert Flint als Schauspielerin menschliche Emotionen und Charakteristika. Nun wagt sie einen Perspektivwechsel, indem sie das Menschsein mit fotografischen Mitteln untersucht. Klassisch in Schwarz-Weiß gehalten, erinnern die Porträts an die ent- bzw. verrückte Mimik eines Francis Bacon oder an Samuel Becketts „Not I“ (1973), ohne ihren eigenen Standpunkt zu verlassen oder Stellenwert einzubüßen.

„Die ungewöhnlichen Fotografien von Katja Flint sind eine Spielart des Porträts. Normalerweise setzen Künstler im Porträt auf Realismus oder eine Transformation im menschlichen Ausdruck, etwa auf Rollenspiele, und nicht auf Gefühle. In ihrem Hauptjob schlüpft Katja Flint immer wieder in neue Rollen und verkörpert andere Charaktere. Wenn sie allerdings selbst mit ihrer Kamera im heimischen Fotostudio den Part der Regisseurin, Beleuchterin und Ausstatterin übernimmt, ist sie an den unterschiedlichen Charaktereigenschaften eines Menschen, vor allem an echten menschlichen Emotionen interessiert. Kurze Regieanweisungen stehen am Anfang jeder Fotositzung, etwa: „Stell dir vor, du bist ein Tier, das bedroht wird.“ Alternativ gibt Flint dem ausgewählten Gegenüber einen Begriff von einer ziemlich langen, von ihr selbst zusammengestellten Liste zur Inspiration an die Hand, wie zum Beispiel Verwirrung, Verlorenheit, Staunen, Leichtigkeit, Transzendenz, Erwachen, Stolz, Lust, Neid oder Scham...

Pressemitteilung