Sebastião Salgado: Gold

bis 30. Mai 2020 // Galerie Bene Taschen, Köln

“Die riesige Goldmine, Serra Pelada, lag direkt vor mir. Als ich am Rande dieses riesigen Lochs ankam, standen mir die Haare zu Berge. Ich hatte noch nie eine solche Situation erlebt. In Bruchteilen von Sekunden sah ich die Geschichte der Menschheit vor mir – der Bau der Pyramiden, der Turm zu Babel, die Minen des Königs Salomon. Nicht eine einzige Maschine war zu hören. Alles, was man vernahm, war das Gemurmel von 50.000 Menschen in einem großen Loch...” (Sebastião Salgado)

Die Galerie Bene Taschen präsentiert erstmalig in Deutschland eine Einzelausstellung, die aus Sebastião Salgados eindringlichen wie unvergesslichen Zyklus “Gold” (1986) kuratiert worden ist. Eine Show voller archaischer Kraft und Dichte, voll grausamer Poesie und brutaler Realität.

In den Bildern, die Salgado in und angesichts dieser Situation machte, offenbart sich alles dicht gedrängt an diesem Abgrund: Gier, Tod, Verrat, Arbeit und Verzweiflung - eine Ansammlung an Werten und Worten, die nicht nur die westliche Gesellschaft widerspiegeln, sondern auch exemplarisch sind für die besonderen Verhältnisse in Brasilien, insbesondere mit Bezug auf den Umgang mit der Natur und der arbeitenden Klasse.

Die Arbeiter der Goldmine von Serra Pelada überleben auf den Bildern Salgados, während sie ansonsten vergessen wären. Wie auch in seinen anderen bekannten Werkgruppen wie “Exodus” und „Genesis“ hat sich Salgado in diesem Zyklus dem Bannen von Erinnerungen, dem Festhalten von Gedenken sowie dem Entgegenwirken von Vergessen verschrieben...

 

Pressemitteilung auf Anfrage